Samstag, Februar 03, 2007

Review: BLOC PARTY - A Weekend In The City

Bloc Party - A Weekend In The City
2007 V2

Das zweite Album nach einem erfolgreichen Debüt ist immer das Schwerste. Die Erwartungen sind immens, der Druck dementsprechend gross. Das gilt sicherlich auch für Bloc Party, die mit "Silent Alarm" vor zwei Jahren für Furore gesorgt hatten. Nun folgt "A Weekend In The City" und die Erleichterung ist gross: Bloc Party haben alles richtig gemacht. Statt das Erfolgsrezept einfach schnöde zu kopieren, gehen sie einen Schritt weiter. Kele Okereke zeichnet auf "A Weekend In The City" ein eher tristes Bild des heutigen Grossbritanniens. Die Songs funktionieren dabei wie Momentaufnahmen und illustrieren Rassismus, Heimatlosigkeit und eine orientierungslose Jugend. Musikalisch dichter, düsterer und atmosphärischer als der Vorgänger entfaltet das Album erst beim mehrfachem Hinhören die volle Wirkung, lässt dann aber "Silent Alarm" locker stehen. Hier passt wirklich alles und deshalb kann man Bloc Party auch verzeihen, wenn "A Weekend In The City" gegen Ende stellenweise an U2 erinnert. Pflichtkauf!
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